06.03.2013

Wildlife für Touris
Gleich am frühen Morgen bleibt der Bus stehen. Einer ruft: zwei Elefanten links. Und tatsächlich, da stehen 2 ausgewachsene Bullen mit ordentlichen Stoßzähnen und fressen seelenruhig. Mir ist es trotzdem recht, dass ich im Bus sitze. Später liegt ein totes Zebra am Straßenrand. Auf dem Baum sitzen mindestens 10 Geier und warten darauf, dass sie weitermachen können. Dann sehen wir noch viele Strauße und einige Gazellen.

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Ich frage mich, ob ich die auf dem Fahrrad auch gesehen hätte. Ich merke, dass ich im wildreichen Afrika angekommen bin, denn schließlich verbindet man Tiere in freier Wildbahn mit diesem Kontinent.
Ich erinnere mich an ein Buch in unserem Bücherregal: ‚Serengeti darf nicht sterben‘ von Prof. Dr. Grzimek. Spannend der Text und exotisch die schwarz-weißen Fotos. Mich erfüllt es mit Demut und Dankbarkeit, dass ich das selbst noch erleben darf.

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Langeweile
In Nanyuki sind wir im ‚ Sportsman’s Arms Hotel‘ untergebracht, einer großzügig angelegten Lodge im Kolonialstil, einer Anlage, auf der man sich verlaufen kann. Ich zelte im Garten. Nur 3 Leute brechen gleich am nächsten Morgen zu einer Expedition auf, um den Mount Kenia zu besteigen(in 4 Tagen).

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Am 1.Ruhetag kümmere ich mich um das Radel: ziehe eine neue Kette auf (die alte gab schon komische Geräusche ab), lasse das hintere Ritzel umdrehen ( jetzt wird es von der anderen Seite abgenutzt) und wasche den Staub ab. Am 2.Tag ist ‚laundry‘ angesagt. Die Wäsche trocknet hier in Rekordzeit.
Danach ohne Beschäftigung zu sein, ist ein Luxus, den ich bisher auf dieser Reise nicht hatte. Toll.

Laufelite im Wasser
Ich gehe an den Swimmingpool, wo ich zunächst fast alleine bin. Plötzlich ein Riesengewusel. Ca. 30 supergutgebaute Kenianer tauchen auf und bringen Leben in die Bude. Neugierig geworden, unterhalte ich mich mit einigen und erfahre, dass hier die kenianische Laufelite versammelt ist, von 400m bis Marathon.

IMG_8352Sie haben am Mount Kenia ein Trainingslager bezogen und machen heute einen Ausflug in ein ihnen ungewohntes Medium: Wasser. Thema: Kraulen. Ihr Chef gibt eine kurze Einführung. Alle springen mit Bauchklatscher ins Wasser, kraulen was das Zeug hält. Einige drohen nach 5 m unterzugehen. Für diesen Fall laufen 2 Hilfskräfte mit Stangen am Beckenrand entlang und ziehen die Bedrohten ans Ufer. Die meisten können überhaupt nicht schwimmen. Sie klettern raus und legen sich prustend an den Beckenrand.

IMG_8354 Ich unterhalte mich mit einigen von ihnen. Eine 800m-Läuferin, sagt mir, das sie 1:59 läuft. Ich antworte, dass ich früher auch die 800m gelaufen bin. Sie fragt mich nach meiner Zeit. Ich sage stolz: 2:04 min. Sie lacht mich jedoch aus und sagt: ‚You’re a boy and not a girl. You must be faster‘. Ich bin beleidigt und sage, dass ich zumindest besser schwimme als sie. Alles in allem: eine sehr kurzweilige Einlage.

Äquator und Äquatorfete
Mit einigen Leuten fahre ich zum Äquator, der nur 1,5 km von unserem Hotel entfernt ist und wir schießen die obligatorischen Fotos.

IMG_8338 Ein Kenianer gibt eine Physikstunde, die sogar für mich interessant ist: wir gehen einige Meter nach Norden. In einem Trichter mit Wasser erzeugt er einen Sog und wirft 2 kurze Halme in den Trichter. Sie drehen sich im Uhrzeigersinn. Wir gehen ein paar Meter südlich. Gleiche Versuchsanordnung. Hier drehen die Halme gegen den Uhrzeiger. Wir stehen genau auf dem Äquatorpunkt und die Halme bleiben still im Wasser- trotz Sog.
Schwer beeindruckt radeln wir wieder nach Hause, nachdem wir die unvermeidlichen Touri-Stände in Augenschein nehmen mussten.

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Am Abend steht die zum Anlass passende Äquatorfete auf dem Programm- mit Verkleidung. Es erscheinen sehr originell verkleidete Radler, obwohl sie aus keinem großen Kleiderfundus schöpfen können.

IMG_8367 Ich selbst bin zu faul, um mich zu verkleiden und ärgere mich deswegen. Der Ärger hält jedoch nicht lange an und ich reihe mich in die Schar der Tanzwütigen. Vielleicht kann ich ja noch ein paar Bilder posten.

Hier ein Link zu unserer Party time at the Equator:
http://tourdafrique.com/2013/03/party-time-at-the-equator/

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