09.05.2013 Teil III Diamond Coast

Montag, 06.05. von Felix Unite nach Springbok 133 km

Ausgeruht und gut gelaunt legen wir die paar km bis zur Grenze zurück. Die modernste Grenze bislang verursacht keine Wartezeiten und wir beradeln eine Mondlandschaft.

IMG_9532_800x600_800x600IMG_0297Hinweisschilder zu Bergwerken beflügeln meine Phantasie. Hier wird keine Kohle gefördert, sondern Gold und Diamanten. Noah, einer unserer Truckfahrer, sagt, dass man hier Gold und Diamanten auch im Freien finden kann. Schade, dass mein Zeitbudget keine Suche zulässt.

Dienstag, 07.05. von Springbok nach Gareis 117 km 1021HM

Wir beziehen ein Camp, wie immer in Südafrika. Säufergestalten, die mir schon vorher im Supermarkt aufgefallen sind und die mich um eine milde Gabe gebeten haben, umlagern den Zaun. Es heißt also wachsam sein und Zelt und Fahrrad im Auge behalten.

Mittwoch, 08.05. von Gareis nach Strandfontein 162 km 1400HM

‚Offroad and Pavement are mixed‘, hieß es beim Rider-Meeting. Die 28 km Offroad halten sich in erfreulich kleinen Grenzen und auch der Crosswind fügt weiter keinen Schaden zu. Bis die Straße einen scharfen Rechtsknick macht und mir der Wind vom Meer scharf ins Gesicht bläst. Aus der erhofften verbleibenden einen Stunde werden vermutlich zwei.

IMG_0546Dann überholt mich Maurice und wir fahren Windschatten. Als ich ihn überhole und ablösen will, wird er fast böse und schickt mich wieder ins zweite Glied. Er sagt, ich solle mich schonen für die kommenden Aufgaben. Er möchte mein Domestike sein, auch Wasserträger genannt. So rollen wir nach einiger Zeit in Springfontein ein und sehen den Atlantik – die Ost- Westdurchquerung von Afrika ist geschafft.

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Die Ankunft ist emotional: Schulterklopfen, High-Five-Abklatschen und Umarmungen.

Es liegt nicht nur am Atlantik. Allmählich wird uns bewusst, dass wir nur noch einige wenige Tage zusammen sind und das große Abenteuer zu Ende geht.

Donnerstag, 09.05. von Strandfontein nach Elands Bay 73 km 269HM

Das ist ja fast nichts. Dafür aber heftig. Die Strecke hat noch mal alles in peto, was ich in den vier Monaten lieben und schätzen gelernt habe: Waschbrettpiste, die nicht nur den Verstand rein wäscht, mit Sand und Kies gefüllte Löcher und spitze Steine.

IMG_9903Freiwillig werde ich solche Wege nie wieder fahren, schwöre ich mir. Jedoch schon zur Mittagszeit biegen wir in die Elands Bay ein. Schön viel Freizeit und der drittletzte Tag.

IMG_0569Jan schreibt, dass die diesjährige Vatertags tour ein wenig anders als sonst aussehen wird. Recht hat er. Im Übrigen hatte ich diesen Ehrentag der Väter glatt vergessen.

Freitag, 10.05. von Elands Bay nach Yzerfontein 142 km 612HM

158 km – alles Offroad – hätten es sein sollen. Jetzt sind es 16 km weniger und der Offroadanteil ist gering. Die erste Variante hätte ein echter Stolperstein sein können, so ist es ein normaler Tag. Ich kann beruhigt schlafen und brauche keine Frühstartervariante wählen.

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